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Kundenkommentare
Aus den Verlagen: Crossmediale Gedanken
 
gramm machte, schuf das Haus eine als "AG Zeitschriften-Workflow" bezeichnete Arbeitsgrupppe. Aus deren Einteilung des generell anfallenden Workflows in drei Teile leiteten sich nicht nur Anforderungen an das anzuschaffende System, sondern auch weiterreichende Prozess- und Online-Strategien des Verlags ab. Die drei indentifizierten Prozess-schritte umfassen: (1) die Manuskripteinreichung durch den Autor bis zur Aufnahme für die Veröffentlichung als ersten Schritt, (2) die Übergabe des Manuskript an die Herstellungsabteilung mit den entsprechenden Satz- und Korrekturläufen als zweiten Schritt, (3) dessen Ergebnis, die druckreife Datei, geht anschließend in die dritte Phase, den Verwertungspro-zess, wo sie in den Druck und/oder zur Darstellung im elektronischen Raum als Online-Version gebracht wird.
  Eine weiter reichende "Elektrizifierung" des Gesamt-prozesses verspricht sich der Verlag durch die elektronische Weiterleitung der Korrektur-vorlage an Autoren als PDF. Im Anschluss an den Satz, der im Wesentlichen aus einer elektronischen Konvertierung des Manuskripts besteht , wird das gesamt Manuskript in ein PDF konvertiert und zur Korrektur an den Autor geschickt.
  In der Ausbaustufe, nach erfolgreicher Einführung von Editorial Manager im Verlag und Schaffung der erforder-lichen Prozesse, denkt der Verlag an an die Anschaffung der zum Editorial Manager angebotenen Software "Preprint-Manager". Der "Preprint-Manager" soll künftig die Qualität der für Online Pulishing bestimmten Version durch Workflow- und Art Work - Mechanismen sicherstellen. Mittelfristig will Walter de Gruyter den kompletten Prozess von der Manuskriptein-reichung zum fertigen Print- und Online-Produkt vollständig elektronisch abbilden.
  Im Verlag ist eine umfassende Content-Management-Lösung im Einsatz. Sie hält den gesamten Content wie Textdokumente und Bilder vor und unterstützt diesen Prozess. Die dynamische Aktualisierung des Contents ist nach Einschätzung von Wolfgang Böttner für den Zeitschriftenssektor jedoch nicht von auschlaggebenden Interesse. Ein Zeitschrifteninhalt "lebe" davon, statisch zu sein. Einmal erzeugt, werde er rasch publiziert und danach "eingeforen". Um dauerhaft zitierbar zu bleiben, dürfe er nicht nachträglich verändert werden.
  Gleichwohl sieht er die Vorteile des Aries-Systems als Content-Management-Lösung für den speziellen Peer Review-Prozess und das hier notwendige Umfeldwissen. Wichtiges historisches Wissen lasse sich besser verwalten und nutzen, weil alle Personen mit berechtigtem Interesse jetzt - im Gegensatz zu den bislang genutzen dezentralen Datenbanken - auf eine einzige Datenbasis zugreifen. Alle Informationen sind damit leicht durch das Mehraugenprinzip auf Fehlerhäufigkeit zu überprüfen.
  Den Review-Prozess unterstützt das Editorial Manager System in Form eines integrierten Wissenssystems. Reicht ein Autor ein Manuskript ein, kann eine Gutachterliste mit den bisherigen Arbeiten der Fachexperten aufgerufen werden. Geeignete Kandidaten sind aufgrund Ihrer Vita und Fachkompentenz einfach auszuwählen. Die Entscheidung, welcher Gutachter für welches Projekt geeignet ist, erfolgt per Knopfdruck. Grundlage bilden die Fakten über die Gutachten, die bereits erstellt wurden. Die ausgewählten Kandidaten werden in den Workflow eingebunden. Der Gutachterprozess kann schnell abgewickelt werden.

Systematische
Best-Practice Planung


  Bei der Einführung der Online-Manuskriptverwaltung Editorial Manager lässt sich der Verlag von einem systematischen Best Practice-Konzept leiten. "Wenn man ein solches System einführt, gehört nach unserem Verständnis dazu, diesen Best Practice-Gedanken aufzugreifen und alles auf den Prüfstand zu stellen. Ziel ist es, in die neue Lösung einen Geschäftsprozess einzubeziehen, der uns die Grundlage bietet, dass wir mit diesem System auch künftig in unserem Markt erfolgreich agieren können", erklärt Wolfgang Böttner die Wichtigkeit dieses Ansatzes.
  Einher mit diesem Ansatz geht bei Walter de Gruyter eine Weiterentwicklung der bisherigen Online-Vermarktungsstrategie. So ist der Verlag derzeit dabei, eine Verbindung zum CrossRef-System zu schaffen. Dieses System sorgt über eine Referenzdatenbank mittels DOIs für die Verlinkung zwischen den elektronischen Angeboten der anschlossenen Verlage. Es gewährleistet, dass Zeitschriftenartikel des Verlags noch einfacher und gezielter auf dessen Homepage auffindbar sind.
                                       (ms)

 
     

 

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